Freie Waldorfschule Cuxhaven | Deichstraße 12b
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Was macht eine Schule zu einer Waldorfschule?

Als erstes soll der „Bildhafte Unterricht“ genannt werden: 

In den ersten Schuljahren, in denen die eigene Urteilskraft der Schüler erst heranreift, ist „bildhafter“ Unterricht ein wesentliches Unterrichtsprinzip. Die Tatsachen werden so behandelt, dass die Schüler zusammen mit dem Anschaulichen auch das Gesetzmäßige und Wesenhafte der Dinge im Sinne echter Bilder verstehen und erleben lernen.

 

Zweitens die Zeugnisse und Abschlüsse:

Die Waldorfschulen haben mit der Auslese auch das übliche Zensurensystem abgeschafft. Die Zeugnisse bestehen aus möglichst detaillierten Charakterisierungen, die die persönliche Leistung, den Leistungsfortschritt, die Begabungslage, das Bemühen in den einzelnen Fächern immer im Blick auf die individuelle Entwicklung des jeweiligen Schülers oder der jeweiligen Schülerin offenlegen. Die Schüler schließen die Schule an der Freien Waldorfschule Cuxhaven mit der Mittleren Reife, oder dem Abitur (nach dem 13. Schuljahr zur Zeit noch in Oldenburg) gemäß den im  Bundesland Niedersachsen geltenden Regeln ab.

 

Drittens gibt es kein Sitzenbleiben:

Alle Schüler durchlaufen ohne Sitzenbleiben 12 Schuljahre. Wir sprechen von „Jahrgangspädagogik“.  Der Lehrplan der Waldorfschulen ist auf die Weite der in den Kindern liegenden seelischen und geistigen Veranlagungen und Begabungen in ihrem jeweiligen Lebensalter ausgerichtet.

 

So gibt es deshalb viertens einen entwicklungsorientierten Lehrplan:

Das entscheidende Prinzip des Waldorflehrplans liegt in der Abstimmung der Unterrichtsinhalte und Unterrichtsformen auf die Prozesse kindlichen Lernens und die Stufen menschlicher Entfaltung in Kindheit und Jugend.

 

Fünftens: der Epochenunterricht:

Ein wichtiges pädagogisches Mittel ist der Epochenunterricht. Er wird in den Fächern durchgeführt, in denen Sachgebiete in sich geschlossen behandelt werden können (Deutsch, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften usw.). 

Fachgebiete, die laufender Übung bedürfen (etwa der künstlerische Unterricht, Englisch, Französisch an), werden in Fachstunden erteilt.

Fremdsprachen werden ab der ersten Klasse erteilt.

 

Sechstens: der Künstlerisch-handwerkliche Unterricht:

Ein vielfältiger handwerklicher Unterricht fördert die differenzierte Ausbildung des Willens und die lebenspraktische Orientierung des Schülers.

 

Aber ebenso siebtens der Wissenschaftliche Unterricht:

Dem Streben nach eigener Lebensgestaltung und Urteilsbildung vom 14. Lebensjahr an entspricht der wissenschaftliche Charakter vieler Unterrichtsfächer vom 9. bis 12. Schuljahr. Die Waldorfschulen sehen hier die pädagogische Aufgabe nicht vorrangig darin, eine „voruniversitäre Ausbildung“ zu betreiben, sondern den Unterricht inhaltlich so zu vertiefen, dass er sich mit den Lebensfragen des jungen Menschen verbinden kann und Antworten gibt. 

 

Achtens: die Selbstverwaltung

Als Freie Schulen haben die Waldorfschulen die hierarchisch organisierte Außenlenkung der staatlichen Schulen durch eine freiheitliche Verfassung ersetzt. Der Grundgedanke der Schulführung ist republikanisch. Die Selbstverwaltung erfolgt durch Eltern und Lehrer gemeinsam und stellt ein sehr zukunftsorientiertes soziales Erfahrungsfeld dar. Die pädagogische Leitung wird von der wöchentlichen Lehrerkonferenz wahrgenommen, an der alle Lehrer gleichberechtigt mitwirken. Darüber hinaus vertreten von den Lehrern bzw. Eltern selbst gewählte Vertrauenspersonen in weiteren Gremien wie der Schulleitungskonferenz, der Schulführungskonferenz, dem Vorstand oder der  Elternvertreterkonferenz die Anliegen und Interessen der jeweiligen Mitglieder.

 

Neuntens: die Finanzierung

Die Waldorfschulen in Deutschland erhalten staatliche Zuschüsse, die aber die Betriebskosten nur zum Teil decken. Das Land Niedersachsen bezuschusst uns zwar, Elternbeiträge sind aber erforderlich. Um finanzielle Überlastung auszuschließen und dennoch auch für Schüler aller sozialen Schichten offen zu sein, wird individuell und in einem persönlichen Beitragsgespräch die finanziellen Möglichkeiten der Elternhäuser besprochen, wobei es zu Orientierung eine Gebührentabelle zum Schulgeld gibt.

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