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    „Waldorflehrer werden“ ein Schwerpunkt auf der Bildungsmesse didacta

    Stuttgart/Hamburg, 12. März 2014/CU. Jährlich sind an den 232 Waldorfschulen in Deutschland rund 600 Lehrerstellen neu zu besetzen. Informationen über die Lehrerbildung für Waldorfschulen und die Gewinnung von LehrerInnen bilden daher einen Schwerpunkt des Auftritts von „Waldorfpädagogik aktuell“ auf der diesjährigen didacta in Stuttgart.

     

    „Es ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt, dass Waldorflehrer mit ihrer Berufstätigkeit zufriedener sind als die Lehrer anderer Schultypen, wie aktuelle Studien belegen. Mit unseren Veranstaltungen auf Europas größter Bildungsmesse möchten wir daher gezielt junge Menschen ansprechen und sie für diesen interessanten und abwechslungsreichen Beruf des Waldorflehrers begeistern“, betont Henning Kullak-Ublick, Vorstandsmitglied des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS).

    Die Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft „Waldorfpädagogik aktuell“ im Kongresscentrum der Messe informieren außerdem über Themen wie „Gesunde Schule“ oder „Medienmündigkeit“. Die Art des Unterrichts und die Gestaltung des Tagesablaufs und der äußeren Umgebung in der Schule können positiv auf die Kinder wirken, z.B. indem der Unterricht nicht nur den Kopf, sondern auch Herz und Hand anspricht.

     

    Eine zweiteilige Fortbildungsveranstaltung für LehrerInnen und ErzieherInnen mit der bekannten Autorin und Wissenschaftlerin Dr. Paula Bleckmann behandelt das Thema Medienpädagogik in Schule und Kindergarten. In der Veranstaltung wird gefragt, was Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen tun können, um Kindern und Jugendlichen zu einem selbstbestimmten Umgang mit den Neuen Medien zu verhelfen. In einem Vortrag der Waldorfkindergartenvereinigung geht es um die Notwendigkeit, heute die Kindheit zu schützen. Unter dem Motto „Je früher und schneller, desto besser“ geht das Bewusstsein davon zunehmend verloren. Zweiter Veranstaltungsort neben dem Kongresscentrum ist der Stand (E 48/G 49) von „Waldorfpädagogik aktuell“ in Halle 4. Hier werden verschiedene neu erschienene Bücher zur Waldorfpädagogik vorgestellt, deren Autoren für Gesprächsrunden mit dem Publikum zur Verfügung stehen. Dabei kann man u.a. erfahren, wie der, von den Phänomenen ausgehende, ergebnisoffene Naturwissenschaftsunterricht an den Waldorfschulen abläuft. Ein einführendes Buch zur Waldorfpädagogik mit dem Titel „Jedes Kind ein Könner“ soll Eltern den Alltag der Unterrichtspraxis in der Waldorfschule nahebringen. Es stammt aus der Feder eines langjährigen Waldorfklassenlehrers und geht von den Fragen der Eltern aus.

     

    Mit dem rhythmischen Teil im Unterricht befasst sich eine weitere Buchvorstellung. Sie dokumentiert, wie Klatschspiele, die eigentlich Klassiker des Kinderspiels sind, zu Feinmotorik und Konzentration beitragen. Vertreten ist außerdem das neue Fachgebiet der Trauma- und Notfallpädagogik, das auf der Basis der Waldorfpädagogik entwickelt wurde. Bei Krisen und Naturkatastrophen der letzten Jahre hat es seinen Nutzen für die betroffenen Kinder vielfach unter Beweis gestellt.

     

    Auch auf der diesjährigen didacta sind am Stand von „Waldorfpädagogik aktuell“ wieder zahlreiche Schülerdarbietungen vorgesehen, darunter ein Oberstufenchor, Eurythmie, historische Tänze, Plastizieren, Stabfechten, Akrobatik und ein Marionettentheater. In einer „gläsernen Redaktion“ erleben Interessierte, wie SchülerInnen gemeinsam Filme erstellen und auch jungen „RadiomacherInnen“ kann über die Schulter geschaut werden. SchülerInnen der heilpädagogsichen Karl-Schubert-Schule betreiben für zwischenzeitliche Momente der Erholung zudem eine Cafébar am Stand. Auch die Pädagogische Forschungsstelle des BdFWS ist mit einem reichhaltigen Bücherangebot der edition waldorf auf der Messe vertreten, in dem die Besucher stöbern können.

     

    Waldorfpädagogik aktuell

    In der Arbeitsgemeinschaft „Waldorfpädagogik aktuell“, die jedes Jahr bei der didacta den Messeauftritt verantwortet, arbeiten der BdFWS, die Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V. und Anthropoi, der Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V. zusammen.

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