Freie Waldorfschule Cuxhaven | Deichstraße 12b
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Geschichte

„Du sollst es wagen, kühn mit dem Adler nach Weltenrätseln zu fragen, doch auch nicht verzagen, wenn in Erwartung der Antwort du Lammsgeduld musst ertragen.“

Diesen Spruch von Rudolf Steiner lasen wir 11 Jahre lang zu Beginn jeder Sitzung in der Waldorfschulinitiative im Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik im Elbe-Weser-Dreieck..

Zu Beginn waren es drei Menschen, Angelika Hoehne, Eva Schmidt und Dieter Haupt, die im September 1990 durch das Pfarrerehepaar Breivig aus Dänemark den Impuls bekamen, hier im Elbe Weser-Dreieck eine Schule entstehen zu lassen. Der Versuch sollte unternommen werden!

Eine lange Wegstrecke lag vor der Gründungsinitiative. Diese Wegstrecke war nicht immer eben, einige große und kleinere Steine mussten aus dem Weg geräumt werden. Menschen wurden gesucht und gefunden, mit denen man gemeinsam auf die Schule hin arbeiten wollte. Vorträge wurden organisiert, um die Idee der Waldorfpädagogik bekannt zu machen, die Jahresfeste wurden gefeiert und ein Schulkindermarionettenspielkreis wurde gegründet. Wunderbare Märchenaufführungen mit Seidenmarionetten fanden im ganzen Elbe-Weser-Raum statt und verbreiteten den Gedanken der Waldorfpädagogik im ganzen Landkreis.

1993 durften wir gemeinsam mit dem Ehepaar Koehler ein berufsbegleitendes Waldorflehrerseminar hier in Cuxhaven einrichten an dem 20 Menschen teilnahmen. Welch eine wundersame Fügung hier an der Nordseeküste Waldorflehrer auszubilden. Doch mit Abschluss der Waldorflehrerausbildung kam es nicht wie geplant zur Gründung der Schule, da das Gebäude und der Gründungslehrer fehlte. Die meisten Lehrer verließen Cuxhaven und gingen an benachbarte Waldorfschulen.

Aber der Gedanke der Waldorfpädagogik begeisterte immer mehr Menschen. So konnte im Jahre 1995 der Martinskindergarten in Langen durch einen kleinen Kreis von Vereinsmitgliedern gegründet werden.

Weiter und weiter wurden die strengen Auflagen der damaligen Bezirksregierung in Lüneburg bearbeitet, Gebäude und Lehrer gesucht, mit den Gründungsberatern der Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen/Bremen im Bund der Freien Waldorfschulen um Lösungen gerungen. Die Gründung einer Waldorfschule basiert auf 4 Säulen, die die Schule tragen. Die Wirtschaftlichkeit muss nachgewiesen werden, die Anmeldung der Schüler muss nachgewiesen werden, ein ausbaufähiges Gebäude muss vorhanden sein und ein Gründungslehrer und andere Lehrer müssen sich begeistern lassen und gefunden werden. So wurden Konzepte erarbeitet und wieder verworfen und Patenschulen mussten gesucht werden, um die Genehmigung von der Bezirksregierung Lüneburg und von der LAG und vom Bund der Freien Waldorfschulen zu bekommen.  Die Grimmershörnkaserne konnte angemietet werden und in Eigenarbeit konnten schrittweise die benötigten Räume selber ausgebaut werden. Unser Schulkonzept wurde als Waldorfgrundschule, Klasse 1 – 4, genehmigt, Kinder waren da und zu guter Letzt konnten wir in Markus Gerdes einen erfahrenen Waldorflehrer als unseren Gründungslehrer begeistern.

Im Sommer 2001 konnte dann die erste Klasse der Freien Waldorfschule Cuxhaven in der Grimmershörnkaserne die liebevoll von Eltern und Freunden gestalteten Räume beziehen.
Kinderlachen durchzog den Flur, die Eröffnung war geschafft. Strahlende Gesichter überall, welch ein Segen! Kurz darauf mussten wir aufgrund von Vorgaben der Bezirksregierung in Lüneburg unser 4-klassiges Konzept erweitern für eine „ganze“ 13 jährige Waldorfschule. Vielen von uns fiel ein Stein vom Herzen, aber nun war das Gebäude zu klein. Doch wieder tat sich eine Tür segensreich auf, der Schulverein konnte unser jetziges Schulgebäude besichtigen. Alle waren begeistert, der Antrag auf Überlassung der Deichschule wurde gestellt und genehmigt. Pläne wurden geschmiedet, ein Sanierungskonzept von dem Architekturbüro q-batur erarbeitet und in die Tat umgesetzt. Dank vieler, vieler Hände von vielen, vielen Menschen, die geholfen haben wurden mehrere Tausend Quadratmeter Wände gestemmt, repariert, verputzt, geschliffen, verkleidet und gestrichen. Alles in Eigenleistung!

Noch einmal mussten wir um dieses wunderbare Schulgebäude bangen. Die Stadt hatte sich mit diesem Gebäude bzw. Bauplatz für den Standort des Mahngerichtes des Landes Niedersachsens beworben. Dies erfuhren wir 1 Tag vor dem Beurkundungstermin. Unfassbar! Doch dann konnten wir aufatmen, der Erbbaurechtsvertrag wurde am 01. Oktober 2003 unterzeichnet. Zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 bezogen die Kinder von 5 Klassen die wunderbar gestalteten Räume und nun durchdringt das Lachen das Gebäude jeden Morgen neu. Dafür sind wir sehr dankbar. Nun sind wir im Schuljahr 2009/2010 und seit einem Jahr haben wir bereits eine Oberstufenklasse, die jetzige 9. Klasse. Im Oktober des letzten Jahres konnten wir unseren Erbbaurechtsvertrag um die Deichturnhalle erweitern. So stehen erste Überlegungen an den Werkraum- und Bootsbaubedarf zu erweitern bzw. zu schaffen. So schauen wir mit viel Zuversicht, aber auch mit immer noch vielen Arbeitsaufträgen, vertrauensvoll in die Zukunft.
 

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