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4. Klasse auf Neuwerk
Datum: 31.05.2010

Klassenfahrt zu Fuß



Unsere erste Klassenfahrt
Wir haben uns heute (Mittwoch, 19. Mai 2010)in Sahlenburg getroffen 
und sind 3,5 Stunden (8 Kilometer) nach Neuwerk gelaufen. Es hat 
geregnet. Wir haben drei Priele überquert und pazifische Austern 
gesehen. Eigentlich kommen sie aus dem Pazifik, aber einmal sind die 
Babymuscheln aus einer Zucht ausgebüxt und bis nach Cuxhaven gekommen. 
Doch so toll sind sie nicht: die Vögel bekommen die Muscheln nicht 
auf, weil sie so spitz und scharf sind.
Als wir angekommen waren, erzählte uns der Wattführer von dem 
Wehrturm, der zu einem Leuchtturm ausgebaut wurde, jetzt jedoch nur 
noch ein Besichtigungsturm ist, von dem man auf ganz Neuwerk schauen 
kann. 138 Treppenstufen hat der Turm und ist 46 Meter hoch.
Es gibt auch einen Friedhof, der "Friedhof der Namenlosen" genannt 
wird, weil früher die Schiffsmänner, die über Bord gegangen und in 
Neuwerk an Land gespült worden sind, dort begraben wurden. Niemand 
wusste aber, wie sie hießen.
Eine Schule gibt es auch. In die Schule gehen vier Schüler, einer in 
die 1., einer in die 2., einer in die 3. und einer in die 4.
Klasse.
Dann sind wir zum Heuhotel gegangen und haben uns umgezogen, danach 
haben wir gegessen, wir fanden es lecker. Wir durften uns ausruhen und 
diesen Bericht schreiben.
Anschließend sind wir zu dem Leuchtturm gegangen und haben gespielt. 
Einige von uns, darunter auch ich, sind zu einem Schiff gelaufen und 
haben die Postkarten abgeschickt. Wieder zurück, haben wir erfahren, 
dass wir eine Nachtwanderung machen wollen. Vorher waren wir aber noch 
draußen und haben gespielt, was lustig war. Die Lehrer haben 
mitgespielt, was mehr oder weniger Spaß gemacht hat.
Das mit den Lehrern war toll, nur das Spiel nicht so gut.
Wir konnten es kaum aushalten, solange zu warten, bis es dunkel wurde. 
Endlich war es soweit und wir gingen los!Wir kamen am Friedhof an ein 
großes Tor und gingen durch. Mitten auf dem Friedhof stand ein großes 
Kreuz. Auf dem Kreuz stand geschrieben:
Heimatlos wie weh das klingt
Namenlos in's Grab gesenkt.
Das kein Mutterarm umschlingt,
dem kein Bruder Blumen schenkt.
Ach, im Wind, der diesen Stein,
diesen Hügelsand umweht,
wird manch banges Klagen sein,
das Euch weinend suchen geht.
Aber reiht sich himmlisch schön
nächstens oben Licht an Licht
taut's wie Trost aus jeden Höhen
Heimatlose seid ihr nicht.
Es waren noch ganz viele andere kleine Kreuze, aber nur eines war mit 
Beschriftung. Er lebte bis 1909 und wollte unbedingt nach Neuwerk. 
Doch er kam bei einem Sturm ums Leben. Da die Mutter wusste, dass er 
nach Neuwerk wollte, ließ sie ihn dort begraben.
Als wir dann wieder zurückkehren wollten, gab es welche, die noch die 
Ostbake besichtigen wollten. So kam es, dass wir uns in zwei Gruppen 
aufteilten. Die eine Gruppe ging zurück in das Hotel, die andere 
setzten ihre Nachtwanderung fort.
Viele sind bald eingeschlafen, denn es war schon zwei Minuten vor
12 Uhr und alle waren müde.
Am anderen Morgen sind wir um 08.00 Uhr frühstücken gegangen, und 
anschließend haben wir einen Spaziergang gemacht. Manche wollten 
Bernsteine sammeln und taten es auch. Wir setzten sie am Badehaus ab 
und liefen in ein Museum, ein Tiermuseum. Herr Jacob hat einigen von 
uns noch ein Spiel beigebracht. Als wir wieder im Hotel waren, gab es 
leider erst um 13.00 Uhr Mittagessen, bis dahin wurde gespielt. Es gab 
Nudeln mit zwei Saucen.
Dann sind wir auf den Deich gerannt und haben gespielt bis zum Abend. 
Nach dem Zähneputzen sind wir ins Bett gegangen und Herr Jacob hat uns 
eine Gruselgeschichte erzählt.
Am nächsten Morgen sind wir wieder um 08.00 Uhr zum Frühstück 
gegangen, denn wir mussten schließlich los. Nach dem Frühstück packten 
wir die Sachen und spielten auf dem Deich. Dann war es so weit. Wir 
fuhren mit der Kutsche und genossen die Sonne. Als wir angekommen 
sind, gab es Brot mit Tee.
Die Klassenfahrt war sehr schön. Es hat mir sehr gefallen.
 

Schülerin der 4. Klasse
 

Hier gibt es Fotos.





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