Klassenfahrt zu Fuß
Unsere erste Klassenfahrt
Wir haben uns heute (Mittwoch, 19. Mai 2010)in Sahlenburg getroffen
und sind 3,5 Stunden (8 Kilometer) nach Neuwerk gelaufen. Es hat
geregnet. Wir haben drei Priele überquert und pazifische Austern
gesehen. Eigentlich kommen sie aus dem Pazifik, aber einmal sind die
Babymuscheln aus einer Zucht ausgebüxt und bis nach Cuxhaven gekommen.
Doch so toll sind sie nicht: die Vögel bekommen die Muscheln nicht
auf, weil sie so spitz und scharf sind.
Als wir angekommen waren, erzählte uns der Wattführer von dem
Wehrturm, der zu einem Leuchtturm ausgebaut wurde, jetzt jedoch nur
noch ein Besichtigungsturm ist, von dem man auf ganz Neuwerk schauen
kann. 138 Treppenstufen hat der Turm und ist 46 Meter hoch.
Es gibt auch einen Friedhof, der "Friedhof der Namenlosen" genannt
wird, weil früher die Schiffsmänner, die über Bord gegangen und in
Neuwerk an Land gespült worden sind, dort begraben wurden. Niemand
wusste aber, wie sie hießen.
Eine Schule gibt es auch. In die Schule gehen vier Schüler, einer in
die 1., einer in die 2., einer in die 3. und einer in die 4.
Klasse.
Dann sind wir zum Heuhotel gegangen und haben uns umgezogen, danach
haben wir gegessen, wir fanden es lecker. Wir durften uns ausruhen und
diesen Bericht schreiben.
Anschließend sind wir zu dem Leuchtturm gegangen und haben gespielt.
Einige von uns, darunter auch ich, sind zu einem Schiff gelaufen und
haben die Postkarten abgeschickt. Wieder zurück, haben wir erfahren,
dass wir eine Nachtwanderung machen wollen. Vorher waren wir aber noch
draußen und haben gespielt, was lustig war. Die Lehrer haben
mitgespielt, was mehr oder weniger Spaß gemacht hat.
Das mit den Lehrern war toll, nur das Spiel nicht so gut.
Wir konnten es kaum aushalten, solange zu warten, bis es dunkel wurde.
Endlich war es soweit und wir gingen los!Wir kamen am Friedhof an ein
großes Tor und gingen durch. Mitten auf dem Friedhof stand ein großes
Kreuz. Auf dem Kreuz stand geschrieben:
Heimatlos wie weh das klingt
Namenlos in's Grab gesenkt.
Das kein Mutterarm umschlingt,
dem kein Bruder Blumen schenkt.
Ach, im Wind, der diesen Stein,
diesen Hügelsand umweht,
wird manch banges Klagen sein,
das Euch weinend suchen geht.
Aber reiht sich himmlisch schön
nächstens oben Licht an Licht
taut's wie Trost aus jeden Höhen
Heimatlose seid ihr nicht.
Es waren noch ganz viele andere kleine Kreuze, aber nur eines war mit
Beschriftung. Er lebte bis 1909 und wollte unbedingt nach Neuwerk.
Doch er kam bei einem Sturm ums Leben. Da die Mutter wusste, dass er
nach Neuwerk wollte, ließ sie ihn dort begraben.
Als wir dann wieder zurückkehren wollten, gab es welche, die noch die
Ostbake besichtigen wollten. So kam es, dass wir uns in zwei Gruppen
aufteilten. Die eine Gruppe ging zurück in das Hotel, die andere
setzten ihre Nachtwanderung fort.
Viele sind bald eingeschlafen, denn es war schon zwei Minuten vor
12 Uhr und alle waren müde.
Am anderen Morgen sind wir um 08.00 Uhr frühstücken gegangen, und
anschließend haben wir einen Spaziergang gemacht. Manche wollten
Bernsteine sammeln und taten es auch. Wir setzten sie am Badehaus ab
und liefen in ein Museum, ein Tiermuseum. Herr Jacob hat einigen von
uns noch ein Spiel beigebracht. Als wir wieder im Hotel waren, gab es
leider erst um 13.00 Uhr Mittagessen, bis dahin wurde gespielt. Es gab
Nudeln mit zwei Saucen.
Dann sind wir auf den Deich gerannt und haben gespielt bis zum Abend.
Nach dem Zähneputzen sind wir ins Bett gegangen und Herr Jacob hat uns
eine Gruselgeschichte erzählt.
Am nächsten Morgen sind wir wieder um 08.00 Uhr zum Frühstück
gegangen, denn wir mussten schließlich los. Nach dem Frühstück packten
wir die Sachen und spielten auf dem Deich. Dann war es so weit. Wir
fuhren mit der Kutsche und genossen die Sonne. Als wir angekommen
sind, gab es Brot mit Tee.
Die Klassenfahrt war sehr schön. Es hat mir sehr gefallen.
Schülerin der 4. Klasse
Hier gibt es Fotos.