Aktuelles
Termine
21.05.12 20:00h - 21:30h Elternabend 2. Klasse |
|
22.05.12 Schulführungskonferenz |
|
23.05.12 20:00h - 21:30h Elternabend 1. Klasse |
|
24.05.12 20:00h - 21:30h Elternabend 7. Klasse |
|
28.05.12 - 01.06.12 Pfingstferien und Klausurtagung des Kollegiums |
| Elternabende | |
| Arbeitskreise | |
| Schulveranstaltungen | |
| Ferien | |
| Öffentliche Termine | |
| Bausamstage | |
| Sonstiges |
Presse: Was ist anders an der Waldorfschule? - CN 16.02.2009
Tag der offenen Tür bot Gelegenheit, sich zu informieren und Vorurteile abzubauen.
tas. – „Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen.“ Dieser Leitspruch von Rudolf Steiner, dem Begründer der Waldorfpädagogik, stand auch über dem Tag der offenen Tür, zu dem die Waldorfschule Cuxhaven am Sonnabend eingeladen hatte. Interessierten Eltern bot sich die Gelegenheit, sich umfassend und an Ort und Stelle über die Waldorfschule, ihre Angebote, das Kollegium und Lerninhalte zu informieren.
Außerordentlich lebendig ging es zu in den phantasievoll gestalteten Räumen der ursprünglichen Deichschule, übrigens der ältesten Schule in der Stadt Cuxhaven, Baujahr 1878. Mit Recht stolz sind Eltern, Kollegium und Schulleitung auf die im September 2005 eingeweihte Waldorfschule, die inzwischen acht Klassen mit jeweils rund 24 Schülern beherbergt.
Neben den Klassenräumen bietet das Gebäude Platz für eine Vielzahl von Fachräumen zum Beispiel für die Fächer Physik, Kunst, Musik, Tanz (Eurythmie), Handarbeit und einige andere. Daneben findet sich im Kellergeschoss eine Werkstatt für Holz- und eine für Töpferarbeit. In einer benachbarten Turnhalle sollen in nächster Zeit weitere Fachräume und möglicherweise sogar eine kleine Holzbootswerft entstehen. Davor stehen allerdings noch aufwendige Umbaumaßnahmen.
Auffällig bei einem Rundgang durch die Schule: Es wird viel mehr Wert auf handwerklichen und musisch-künstlerischen Unterricht gelegt, als an den meisten staatlichen Schulen. Das ganzheitliche Lernen steht hier im Vordergrund, getreu dem Motto der Waldorfpädagogik: gelernt wird mit Kopf, Herz und Hand.
Es war ein langer und dornenreicher Weg, den das kleine Kollegium zusammen mit den zahlreichen Unterstützern und Eltern gegangen ist, um aus dem nackten Gebäude der ehemaligen Wichernschule ein Haus für gemeinsames Lernen und Leben zu machen. Angefangen hat alles 2001 mit einer ersten Klasse in einem Gebäude der ehemaligen Grimmershörn-Kaserne, die dann schnell zu klein wurde, da das Interesse an der alternativen Schulform ständig wuchs. Inzwischen steht die Waldorfschule an ihrem heutigen Standort erneut vor einem wichtigen Erweiterungsschritt. Ab kommenden Schuljahr soll erstmals eine neunte Oberschulklasse eingerichtet werden. Quereinsteiger von staatlichen Schulen haben auch dort noch eine Chance mitzumachen, erklärte Hajo Plümer, der künftige Klassenlehrer für die Oberstufe. Die Grundzüge der Waldorfpädagogik erklärte er in einem informativ-launischen Vortrag vor den interessierten Gästen. Die reguläre Schulzeit endet in der Waldorfschule nach der 12. Klasse mit einem Realschulabschluss. Das Abitur kann nach einem zusätzlichen 13. Schuljahr und einer staatlichen Prüfung ebenfalls an der Waldorfschule erreicht werden.
Ein Sitzenbleiben gibt es an der Waldorfschule nicht, Zeugnisse enthalten keine Noten, sondern Texte zum Entwicklungs- und Leistungsstand der Kinder und Jugendlichen. Im Mittelpunkt aller Bemühungen stände das Ziel, die eigenen Produktivkräfte der Kinder entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstadiums so gut es geht zu entwickeln. Die selbstverwaltete Struktur verschaffe der Gemeinschaft von Lehrern, Kindern und Eltern ein hohes Maß an Freiheit in Bezug auf Lernformen und Inhalten, so Hajo Plümer. Im Gegensatz zur Staatsbürgerschule stünde die ganzheitliche Entwicklung des Kindes im Vordergrund, nicht der Lehrplan. Und nicht die Differenzierung nach Leistung, sondern die Klassengemeinschaft als soziales Wesen. In diesem Sinne verfolgten Waldorfschulen schon seit 1919 das Prinzip der „Gesamtschule“.
-> Hier geht es zu unseren Fragen und Antworten zur Waldorfpädagogik


