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Aus den Klassen: Klassenfahrt nach Berlin Mai-2010
Bericht der 8. Klasse von ihrer Klassenfahrt nach Berlin
Berichte von der Klassenfahrt nach Berlin von der 8. Klasse
Montag, 3. Mai 2010
Heute morgen haben wir uns am Bahnhof getroffen, um über Hamburg nach Berlin zu fahren. Die Fahrt verlief gut und ohne Verspätung.
In Berlin haben wir dann auf Kristin, die Tochter von Frau Harms, mit ihren Kindern Noel und Loan gewartet. Mit ihnen sind wir zur S-Bahn gegangen. Dort begannen die ersten Probleme. Wir haben nicht gewusst, wo man die Fahrkarten abstempelt. Wir sind alle in die Bahn und haben nach einem „Abstempler“ gesucht. Da war aber keiner. Alle wollten wieder aussteigen, aber es hat nur die Hälfte geschafft. Die anderen sind vor unseren Augen weggefahren. Wir mussten auf die nächste Bahn warten. Schließlich haben wir uns dann aber doch alle in der Jugendherberge gefunden.
Jetzt hatten wir kurz Zeit, die Zimmer zu beziehen, und einige waren auch noch im Wannsee schwimmen. Dann gab es Nudeln. Nachdem wir gegessen hatten, durften wir uns noch einmal zurückziehen, um uns später zu einer Wanderung wieder zu treffen.
Zuerst sind wir am Ufer des Wannsees entlang gegangen und kamen in eine Sackgasse. Wir durften wieder zurückgehen, um einen anderen Weg einzuschlagen. Das beste an dem Weg war die Aussicht auf das andere Ufer. Dort standen die unterschiedlichsten Bäume, und von uns aus gesehen sah es einfach cool aus. Dann sind wir ein Stück durch den Wald gegangen. Dort sollten wir eine Zeit lang ganz still sein und den Vögeln zuhören. (Alleine ist das ja schön und gut, aber zusammen ist das echt öde, da man ja Themen zum Reden hat.) Danach sollten wir uns einen Baum aussuchen (ich habe mich gefühlt wie ein Waldorfschüler ...) Die Natur dort war eigentlich recht schön, aber meine Schuhe sind schmutzig geworden, und ich war froh, als wir wieder in der Jugendherberge waren.
Jetzt beginnt ein cooler Abend!
Dienstag, 4. Mai 2010
Der Tag begann mal wieder mitten in der Nacht und drei Stunden früher!!
Nachdem wir das gar nicht mal so schlechte Frühstück gegessen hatten und genau um 9:03 Uhr, wie Herr Gerdes noch mal betonte, los gingen zu unserem ersten Ziel, dem Alexanderplatz, mussten wir leider auf Frau Harms verzichten, die kränkelnd im Bett geblieben war.
Am Alexanderplatz teilten wir uns nach kurzer Zeit in mehrere kleine Gruppen, um uns die Gegend mal genauer anzugucken. Die meisten nutzten die Chance sofort zu shoppen oder den McDonald in der Gegend mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht ist dieser ja mal anders?!
Unsere Gruppe nutzte die Chance, um einmal auf den Alex (Fernsehturm) zu kommen. Das war ein irres Gefühl, so über ganz Berlin sehen zu können!
Danach ging es auf die Museumsinsel, die übrigens eine ganze und keine Halbinsel ist. Dort gingen wir ins Pergamonmuseum. (Frau Harms war auch wieder da, die Tablette hatte gewirkt.) Nachdem wir uns zwei Stunden im Museum aufgehalten hatten und uns dann beim Ischtartor getroffen hatten (es stammt von der Prozessionsstraße von Babylon, und es wurde um 605 – 562 v.Chr. errichtet), erzählte Herr Gerdes uns noch einiges darüber.
Danach hatten wir Freizeit zum Essen, bis wir uns gegen 15:15 Uhr am Bootsanleger zu einer kleinen Schiffstour auf der Spree trafen. Diese war sehr spannend, da man sehr viele Gebäude von Berlin sehen konnte. Leider erzählte der „Erzähler“ des Schiffes nur genau die Dinge, die einen nicht interessierten, und wenn er dann doch mal was „Spannendes“ erzählte, konnte man nichts verstehen.
Als wir dann nach einer Stunde wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren die meisten zurück Richtung Jugendherberge. Ein paar blieben jedoch noch in der Stadt, um die wichtigsten Einkäufe, also Chips und Cola, zu erledigen.
Nach dem Abendessen nutzten einige noch die Chance und gingen im Wannsee schwimmen, die anderen nutzten sie, um den Tag noch mal zu bequatschen und ein bisschen abzuspannen.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Heute sind wir mit der S-Bahn zu den Hackeschen Höfen gefahren. Die Hackeschen Höfe wurden nach Christoph Friedrich Graf von Hacke benannt. Sie sind Wohnhäuser, Veranstaltungshöfe und Gewerbehöfe. Die Häuser sind aus farbigen Klinkersteinen gemacht und wurden 1906 erbaut.
Dann als nächstes waren wir beim Berliner Dom. Der Berliner Dom ist sehr groß, und da passen etwa 4500 Menschen hinein. (In die Otterndorfer Kirche passen 600 Menschen hinein.) Ebenso beeindruckend sind die Fenster, wo viele wunderschöne Bilder abgebildet sind. Wenn man ungefähr in der Mitte des Domes steht und nach oben zur Kuppel schaut, kann man die Friedenstaube sehen.
Als nächstes waren wir im Neuen Museum. Da waren alte Steintafeln mit Hieroglyphen. Ich habe ganz viel alten Schmuck gesehen, auch ganz viele schöne Vasen, die total gut erhalten waren. Wir haben Echnaton und Nofretete gesehen, ein Königspaar aus Ägypten, und die Königsfamilie. Auch Sarkophage mit Gold konnte man sich angucken.
Dann waren wir auf dem Schlossplatz, wo zu Zeiten der DDR der Palast der Republik stand. Der wurde aber abgerissen. Das Schloss, das im Krieg zerstört wurde, soll wieder aufgebaut werden.
Als nächstes sind wir die Straße „Unter den Linden“ runter gegangen bis zum Brandenburger Tor. Auf dem Brandenburger Tor steht die Siegesgöttin Victoria mit ihrem Viergespann und Streitwagen, der Quadriga. Früher stand die Mauer vor dem Brandenburger Tor.
In dem Reichstagsgebäude tagt der Deutsche Bundestag. Vorne über dem Eingang steht der Text „Dem Deutschen Volke“. Oben drauf ist eine riesige Glaskuppel.
Als nächstes haben wir das Holocaust Denkmal angeguckt. Auf einem großen Platz stehen ganz viele verschieden große graue Steine, die an die getöteten Juden erinnern.
Dann waren wir bei der Landesvertretung von Niedersachsen. Vor dem Gebäude steht ein roter künstlicher Elefant in Lebensgröße. Darauf stehen die Namen von vielen Städten in Niedersachsen, auch Cuxhaven.
Als letztes waren wir auf dem Potsdamer Platz. Auf dem Platz steht die erste Ampel von Deutschland. Sie sieht aus wie eine Litfasssäule. Um den Platz herum wurden ganz viele neue Hochhäuser gebaut.
Danach hatten wir Freizeit.
Donnerstag, 6. Mai 2010
Heute haben wir wie immer gefrühstückt und sind zur S-Bahn gelaufen. Von da aus sind wir zur Gedächtniskirche gefahren. Das ist eigentlich nur noch ein Turm einer Kirche, die zerstört wurde. Links und rechts davon stehen zwei neue Gebäude: Der Glockenturm und ein neues Kirchenschiff.
Auf dem Platz vor der Kirche hatten wir erst einmal eine Stunde Freizeit. Dann sind wir mit der U-Bahn zu einem alten Grenzübergang zwischen „Amerikanischem Berlin“ und „Russischem Berlin“ gefahren, der sich „Checkpoint Charly“ nennt. Direkt nebenan stand eine lange Mauer, auf der Fotos der DDR zu sehen waren. Eine Erinnerung an diese Zeit.
Als alle sich das angeguckt hatten, gingen wir weiter zu einem Teil der Mauer, der noch stand. Das lag ganz in der Nähe vom Potsdamer Platz, sodass die, die zur Jugendherberge fahren wollten, das auch tun konnten.
Dort gab es ziemlich früh Abendbrot, da wir noch einmal in die Stadt fahren mussten, um „Alice im Wunderland“ in 3D im Kino zu gucken.
Freitag, 7. Mai 2010
Der letzte Tag in Berlin fing an wie jeder andere. Nach dem Frühstück folgte das Koffer- und Rucksackpacken und Zimmeraufräumen. Während wir alle in unserem Zimmer aufräumten, bemerkten Mitschüler aus einem anderen Zimmer, dass unser Nachbarzimmer noch schlief. So schlugen Mitschüler so lange gegen die Tür des Nachbarzimmers, bis die dort Schlafenden erwachten und die Tür öffneten. Der Grund für ihr spätes Erwachen war, dass wir wirklich zu viel Zeit zwischen Frühstück und Abreise hatten. Aber sie hatten vergessen, dass das Frühstück trotzdem nicht auf sie wartete. Also hieß es für die Zimmernachbarn in Höchstgeschwindigkeit duschen, sich anziehen und zum Frühstück eilen.
Um 10 Uhr trafen wir uns alle unten in der Jugendherberge zur Abreise. Von dort aus liefen wir mit Gepäck Richtung S-Bahnstation. Sobald wir draußen waren, merkten wir, dass das Wetter wie fast die ganze Zeit während der Klassenfahrt in Berlin war, Nieselregen bis Regen. Bei der S-Bahnstation angekommen, stempelten wir ein letztes Mal unsere S-Bahntickets ab, stiegen in die S-Bahn und fuhren bis zum Berliner Hauptbahnhof. Dort hatten wir knapp zwei Stunden Aufenthalt. Als erstes schaute ich mir den Berliner Hauptbahnhof näher an und kaufte ein paar Dinge. Nach einer Weile wurde mir langweilig. So ging ich noch ganz nach unten in den Bahnhof, wo unser ICE nach Hamburg abfahren sollte. Dort redete ich mit meinen Mitschülern, bis der Zug eintraf.
Die Zugfahrt verlief schnell, man spielte Karten, redete und aß ein paar Dinge. Manchen wurde trotzdem schnell langweilig. Während der Fahrt verschwand jedoch die Langeweile. Als der ICE endlich in den Hamburger Hauptbahnhof einfuhr, mussten wir uns beeilen, um schnell in den Metronom zu kommen, denn es blieb kaum Zeit zwischen der Ankunft des ICE und der Abfahrt des Metronoms. Manche aus unserer Klasse bekamen erst mal keinen Sitzplatz und mussten entweder stehen oder sich einen alternativen Sitzplatz suchen, ich meine z.B. auf der Fensterbank des Zuges liegen und schlafen. Der Rest der Reise verging wie im Flug. Als wir dann endlich an unserem Endbahnhof in Cuxhaven ankamen, wurden wir herzlich von unseren Familien empfangen.


