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Aus den Klassen> Aktuelles: Forstpraktikum. Drei Berichte.
Drei SchülerInnen berichten vom Forstpraktikum.
Bericht über das Forstpraktikum
Anfang Juni hat unsere Klasse eine Fahrt in den Harz gestartet. Wir sind nach Braunlage gefahren , und von dort aus haben wir einen vierzigminütigen Weg zum „Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle“ auf uns genommen.
Das Jugendwaldheim ist ein ehemaliger Bahnhof. Doch heutzutage gibt es in dieser Gegend so gut wie gar nichts mehr.
Unsere Tage begannen jeden Morgen um etwa 5:50 Uhr. Für uns natürlich viel zu früh. Um 6:30 Uhr gab es dann Frühstück. Dort saß die Klasse noch einmal gemeinsam zusammen, schmierte sich Brote für den Vormittag und sprach darüber, was uns wohl erwarten würde und wem der Arbeiter man lieber aus dem Weg gehen sollte, weil er wohl an diesem Tag nicht gut drauf war.
Dann nach dem Frühstück wurde unsere Klasse in vier Gruppen eingeteilt, um mit dem jeweiligen Forstwirt in die Gegend zu fahren, in der es etwas zu tun gab. Es gab die verschiedensten Arbeiten wie eine Brücke bauen, Bäume schälen, Steine schleppen, Weg reparieren, Zaun bauen und Hausdienst. Für mich persönlich war der Hausdienst die schlimmste Arbeit, da es nicht dabei blieb, nur den Tisch zu decken und Essen zu machen, sondern es musste dass komplette Jugendwaldheim gereinigt werden mit allem, was dazu gehört.
Am Nachmittag hatten wir meist Freizeit, in der wir machen konnten, was wir wollten von im Zimmer sitzen und Chips fressen bis nach Braunlage laufen und shoppen. Dann gab es manchmal Nachmittage, in denen wir gelernt haben, was für Tiere dort im Wasser oder in der Erde leben. Eine Art Schatzsuche haben wir auch mitgemacht. Bei dieser hatten wir einen Kompass und eine Karte, um zum Ziel zu kommen.
Bei jeder Arbeit gab es Sonnentaler zu verdienen, ob nun morgens bei der Arbeit oder nachmittags bei den Spielen. Für mich war das nicht so wirklich etwas, da man viel gegeneinander arbeiten musste. Denn wer nach den zwei Wochen bzw. zehn Tagen die meisten Taler bekam, gewann eine Ehrenurkunde. Die Gruppe, die im Durchschnitt die meisten Punkte erreichte, musste am Ende des Praktikums den Großputz nicht mitmachen, was natürlich kein schlechter Hauptgewinn war.
Für mich waren diese zehn Tage eine echt interessante und spannende Zeit, in der ich, ich sage mal, den Arbeitsalltag kennen gelernt habe und in der ich gelernt habe, dass man die Natur respektieren sollte und auch Schäden in ihr ausbessern sollte, die man selber nicht verursacht hat. Im Nachhinein kann man sagen, dass es Spaß gemacht hat, aber ich denke, länger als die zehn Tage hätte ich es dort auch nicht ausgehalten.
Eine Schülerin der 7. Klasse
Bericht über das Forstpraktikum
Die 7. Klasse der Freien Waldorfschule Cuxhaven fuhr vom 3. Juni bis zum 12. Juni in den Harz, um dort ihr erstes Praktikum zu bestehen. Das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle liegt in der Nähe von Braunlage. Bei diesem Praktikum sollten wir uns zehn Tage mal ganz auf den Harz und seine Arbeiten konzentrieren.
Der Tag begann für uns immer schon sehr früh am Morgen. Um 5:45 Uhr kamen Frau Harms und Herr Jacob in unsere Zimmer und weckten uns. Um 6:30 Uhr gab es dann Essen. Das Frühstück bestand meistens aus Brötchen und Aufstrich (Käse, Wurst usw.). Hier sollten wir uns auch gleich Lunchbrote für die bevorstehende Arbeit, die um 7 Uhr begann, machen.
Die Arbeiten bestanden immer aus Waldeinsätzen (Bäume fällen, Zäune bauen usw.) und aus einem Hausdienst, der das ganze Haus sauber hielt und dafür sorgte, dass wir Essen bekamen. Die Waldeinsätze gingen immer von 7:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Der Hausdienst (es waren immer zwei Leute) hatte den ganzen Tag Dienst. Zu den Waldeinsätzen fuhren wir meistens mit Autos hin in Gruppen von vier bis sechs Leuten. Für die Arbeit bekamen wir immer sog. Taler. Von diesen mussten wir zum Schluss mindestens 34 haben. Für normale Arbeit und normales Verhalten bekamen wir jeweils drei Taler. Bei besonders guter Arbeit konnte sich die Anzahl auf fünf erhöhen. Bei schlechter Arbeit und schlechtem Benehmen konnte sich die zahl auf Null erniedrigen. Aber nicht nur bei der Arbeit konnten wir Punkte verdienen, sondern auch in unserer „Freizeit“, die wir nach der Arbeit hatten, z.B. beim Quiz oder bei Spielen, die wir dort gemacht haben. Am ersten Tag haben wir z.B. ein Quiz über den Harz gemacht. Dieses geschah immer in unseren vier Teams, die wir zuvor schon zusammengestellt hatten: U 30, Gänseblümchen, 6 Zwerge und 95 96. Zum Schluss gewann dann das Team U 30 und war damit von der Endreinigung befreit.
Wir haben auch eine Schatzsuche gemacht, wobei wir quer durch den Wald irren mussten und auch wieder raus kommen mussten. Wir haben auch noch das Wasser, das aus dem nahegelegenen Bach kam, und die Erde untersucht und haben eine Nachtwanderung gemacht, wo wir allein durch ein kleines Waldstück gehen mussten.
Einen Tag sind wir dann auch schwimmen (oder in die Sauna) gegangen oder wahlweise auch auf den Wurmberg. Und ansonsten haben wir immer mal wieder kleine Ausflüge nach Braunlage gemacht, um mal ein bisschen zu shoppen (wenn man das so nennen kann) und um unsere Cola- und Chipslager mal wieder aufzufüllen. Leider durften wir nie einen ganzen Tag in Braunlage verbringen, da wir mittags um 14 Uhr zum Essen erscheinen mussten. Dieses Essen war meistens sogar sehr genießbar.
Ich denke, dass der Aufenthalt im Harz eigentlich für alle ganz okay war, auch wenn manche zu ihren Freunden teilweise was anderes gesagt haben. Was ich persönlich nicht so gut fand, war das Talerspiel, das unsere eigentlich doch ganz gute Klassengemeinschaft sehr auf die Probe gestellt hat. Gelernt haben wir, wie schwer es sein kann, im Wald zu arbeiten und dass man sich vertrauen muss, um ein paar Sachen zu bewältigen.
Eine Schülerin der 7. Klasse
Bericht über das Forstpraktikum
Die 7. Klasse der Freien Waldorfschule Cuxhaven ist vom 3. 6. 2009 bis zum 12. 6. 2009 zum Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle gefahren. Es liegt im Harz in der Nähe von Braunlage. Dort haben wir ein Forstpraktikum gemacht.
Im Jugendwaldheim hatten wir jeden Tag einen Arbeitseinsatz. Wir sind morgens um ca. sechs Uhr aufgestanden, um halb sieben gab es Frühstück und um sieben mussten wir in Arbeitskleidung am Hinterausgang stehen, wo wir dann abgeholt wurden. Wir sind dann mit den Forstwirten losgefahren, mit denen wir dann im Nationalpark Harz gearbeitet haben.
Arbeiten waren z.B. die Neophytenbekämpfung. Dabei haben wir an verschiedenen Stellen japanisches Springkraut herausgerissen, denn es hat im Harz keine natürlichen Feinde und tötet alle einheimischen Pflanzen ab. In den Harz sind diese Pflanzen überhaupt erst gekommen, nachdem ein LKW in einer Kurve verunglückte, der Samen dieser Pflanzen geladen hatte. Durch den Regen wurden die Samen dann den Berg hinunter gespült und haben sich verbreitet.
Eine andere Gruppe hat Bäume für einen Hochsitz bearbeitet. Erst wurden sie gefällt, dann geschält und in verschieden große Stücke gesägt und dann weggeschleppt.
Wieder eine andere Gruppe hat Steine aus der Erde geholt und aufgestapelt, und wieder andere haben Zäune erneuert.
Mittagessen gab es um 12:30 Uhr, angekommen sind wir so gegen 12:00 Uhr. Veranstaltungen hatten wir nachmittags auch sehr oft, die waren: ein Film über den Nationalpark Harz, eine Nachtwanderung, Schwimmen oder eine Wanderung auf den Wurmberg, eine „Knabberkette“, die vom Kreislauf der Natur handelte. Dabei haben wir gelernt, wie man erkennt, wie viel Prozent Sand oder Lehm in der Erde ist, und wir waren am Wasser, das wir untersucht haben. Wir haben auch gelernt, dass Fichten im Harz eingepflanzt wurden, weil man sie für den Bergbau brauchte, aber eigentlich gehört da, wo heute häufig Fichten stehen, Laubholz hin. Es gibt natürlich auch Stellen, wo die Fichte hingehört.
Weitere Aktivitäten waren das Sonnentalerquiz, ein Spaziergang zu den Silberteichen und unsere Spaziergänge nach Braunlage. Abendbrot gab es meistens um 19:00 Uhr.
In unsere Freizeit haben wir Bogenschießen, Tischkicker und Tischtennis gespielt, oder wir sind auf dem Gelände herumgelaufen.
Und wir haben das Spiel „Killerigel“ gespielt. Dabei ging es um einen sogenannten Killerigel, der geheim ausgesucht wurde, niemand wusste, wer er ist, nur der Killerigel selber wusste es. Er musste versuchen, die anderen zu killen, indem er sagte: „Du stirbst mit mir!“ Das ging nur, wenn er mit der Person alleine war oder ein schon Gekillter dabei war. Sonst durfte er nicht zuschlagen. An jedem gemeinsamen Treffen durften Verdächtigungen geäußert werden, wer der Igel sein könnte.
Es war eine sehr lange aber auch eine sehr lehrsame Klassenfahrt. Wir haben sehr viel geleistet, und es war auch sehr viel Spaß dabei.
Ein Schüler der 7. Klasse


